Warum ist Baustaub so gefährlich?

Klein aber gefährlich: Staub, der gesundheitsschädlich ist. Insbesondere bei Baustellen und Renovierungsarbeiten entsteht eine große Menge Bau-Staub. Beispielsweise ist die Staubverschmutzung in Gebäuden 70-mal höher als im Straßenverkehr. Ergebnis: permanenter Atemwegsdruck, Asthma oder allergische Bronchialreaktionen. Bei der Durchführung von Reinigungsarbeiten sind Staubsauger auch vorteilhafter als die Verwendung von Besen, da durch die Abscheidung von Feinstaub die Ausbreitung von Partikeln verhindert wird. Beim Fegen wird Staub wieder aufgewirbelt, was wiederum eine erhöhte Belastung bedeutet.

 

Risiko Baustaub - warum ist Staub im Serverraum so gefährlich?

Bei einem Neubau, bei der Sanierung, Renovierung oder Umbauten tritt permanent Baustaub auf. Meist handelt es sich dabei um mineralischen Mischstaub wie Stein, Beton, Zement, Sand, Kalk oder Gips. Diese Stäube, die sich bis in die kleinsten Ritzen verteilen, können aber auch Quarzfeinstaub enthalten. Je nach Material variiert der Quarzanteil im Feinstaub. Warum ist Baustaub so gefährlich? Jeder Staub, insbesondere Betonstaub, kann bei hohen Belastungen zu Erkrankungen der Atemwege führen, meist chronisch. Quarzstaub kann zur Silikose, der Quarzstaublunge führen. Diese entsteht durch das Einatmen von Feinstaub mit Quarz. Auch andere kristalline Modifikation des Siliciumdioxids können zu einer Lungenfibrose / Lungenkrebs führen.

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Vorsicht Staub! So schützt man sich bei der Arbeit vor krankmachenden Stäuben.

Staub ist ein komplexes Gemisch aus Luft und festen Teilchen. Staubpartikel unterscheiden sich in Form und Größe, physikalischen Eigenschaften und der chemischen Zusammensetzung. Staub entsteht bei Bauarbeiten beim Bohren, Schleifen, Stemmen, oder Fräsen. Staub wird nach der Teilchengröße, Teilchenform, physikalischen und biologisch-toxischen (giftigen) Eigenschaft definiert.

 

Stäube wirken aggressiv

Warum ist Bau-Staub so aggressiv? Stäube wirken aggressiv, abhängig von der Art des Staubes, der Höhe und Dauer der Staubbelastung, der Teilchengröße des Staubes und vom Ort der Ablagerung in den Atemwegen. Besonders risikoreich ist das übermäßige einatmen regelrechter Staubwolken und hohe Staubmengen. Bau-Staub sind auf der Baustelle durch einige Regeln und richtiges Verhalten aber durchaus vermeidbar. Bau-Staub schadet der Gesundheit und der Elektronik. Bau-Staub führt bei EDV & IT Systemen zu Unterbrechungen, Kurzschlüssen und Ausfällen. Betonstaub kann kleine Metallsplitter enthalten. Baustaub erhöht die Brandgefahr erheblich.

 

Schadstoffe am Bau, Grenzwerte und die staubarme Baustelle

In der Bauindustrie sollten ausschließlich staubarme Technologien und Produkte eingesetzt werden. Insbesondere in Wohn- und Büroräumen sowie Räumen mit IT-Infrastruktur im laufenden Betrieb. Schadstoffe im Gebäudestaub aus schadstoffhaltigen Materialien sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Es dauert oft lange, bis sich die Auswirkungen von Schadstoffen bei Personen und IT-Technik zeigen. Partikel in der Luft durch Tätigkeiten am Bau können zur Staublunge führen und Quarzstaub ist erwiesenermaßen krebserregend. Bau-Staub gefährdet die Gesundheit, aber auch der Sicherheit eines Unternehmens oder einer Behörde, weil dieser der IT-Systeme, insbesondere der IT-Infrastruktur im Serverraum, Data Center oder Rechenzentrum (RZ) schadet. Daher sollte bei allen Bautätigkeiten die Staubbelastung durch entsprechende Schutzmaßnahmen, durch den Einsatz von entsprechenden "Absaugungen" sowie regelmäßige Baustellenreinigung mit entsprechenden Staubsaugern und HEPA-Filtern so weit wie möglich reduziert werden.


Staub besteht aus Teilchen und Fasern

Als E-Staub (früher Grobstaub) wird Staub mit einer Partikelgröße von weniger als 100 μm bezeichnet. Dieser Staub kann durch Mund und Nase eingeatmet werden. Er wird einatembare Fraktion genannt. Der auf Baustellen entstehende, gut sichtbare Staub, besteht größtenteils aus Grobstaub. Der allgemeine Staubgrenzwert für die E-Fraktion liegt bei 10 mg/m3.

Als A-Staub (früher Feinstaub) wird Staub mit einer Partikelgröße von weniger als 5 μm bezeichnet. Dieser Staub ist lungengängig und dringt bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vor. Er wird auch alveolengängige Fraktion genannt. Dieser Bau-Staub entsteht beim Bohren, Fräsen, Schleifen und ähnlichen Arbeiten. Der allgemeine Staubgrenzwert für die A-Fraktion liegt bei 3 mg/m3.

U-Staub ist ein Sammelbegriff für ultrafeine Stäube. Die Teilchengröße liegt bei weniger als 100 Nanometer (nm) und werden Nanopartikel genannt. Die Nanotechnologie wird bei Lacken, Anstrichmitteln und Überzügen in der Bauwirtschaft eingesetzt. Es gibt für Nanopartikel noch keine Expositionsgrenzwerte, da die medizinischen Erkenntnisse für die Beurteilung ultrafeiner Staube an Arbeitsplätzen noch nicht ausreichen.

Fasern wie Asbest- und Mineralfasern wurden in der Bauindustrie besonders bis Ende der 70er Jahre verwendet, vor allem als Brandschutz in Asbestprodukten, Zementprodukten, als Spritzasbest, in Fußbodenbelägen oder Straßendecken. Fasern sind längliche Partikel aus organischen und anorganischen Stoffen. Gesundheitlich bedenklich sind die Fasern mit einer Länge von weniger als 5 μm, einem Durchmesser von mehr als 3 μm und einem Verhältnis zwischen Durchmesser und Länge größer als 3:1, weil sie bis in die tieferen Atemwege vordringen können.


Staubteilchen haben krankmachende Eigenschaften

Warum ist Bau-Staub so bedrohlich? Giftige Stäube von Blei, Cadmium, Vanadium oder Mangan sind toxische Stäube und schädigen Organe wie Leber oder Milz. Toxische Stäube können beim Schweißen und ähnlichen Verfahren auftreten. Kanzerogene Stäube treten auch beim Schweißen und ähnlichen Verfahren auf und können Krebs verursachen. Sensibilisierende Stäube sind meist tierischen oder pflanzlichen Ursprungs und können allergische Reaktionen verursachen. In Gebäuden und Einrichtungen können Schimmelpilze und Parasiten Allergien verursachen.

 

Verschmutzung durch Bauarbeiten

Bauarbeiten, Renovierung oder Umbaumaßnahmen erzeugen viel Staub. Wir nennen diesen Staub "Baustaub". Bau-Staub sollte nicht eingeatmet werden. Bei Zementarbeiten entsteht Zementstaub, der nicht in die Lunge gelangen sollte. Bohren in Kalksandstein erzeugt Kalkstaub, bei der Arbeit mit Gipsplatten entsteht Gipsstaub. Betonstaub ist äußerst kritisch, weil die Zusammensetzung meist unbekannt ist und für die Gesundheit gefährliche Quarze sowie für elektronische Geräte gefährliche feine Metallsplitter enthalten kann.

Jegliche Verschmutzung durch Bauarbeiten (Bohren, Schleifen, Flexen) sollte verhindert oder minimiert werden. Das wird durch eine vernünftige Absaugung erreicht. Allerdings können lediglich HEPA-Filter auch die kleinen Partikel vom Feinstaub auffangen. Diese werden durch einen handelsüblichen Staubsauger oder Absaugvorrichtungen an Werkzeugen einfach wieder herausgepustet. Die Bauarbeiten erfordern das Tragen einer Schutzmaske, damit Schädigungen der Lunge, die Gefahr von Allergien und das Risiko von Folgeschäden minimiert werden. Möglicherweise ist Betonstaub sogar giftig. Schnauben Sie die Nase regelmäßig aus und ziehen Sie den Schnodder nicht hoch (umgangssprachlich) und verschlucken ihn nicht. Das gleiche gilt für Ruß nach einem Brand. Die Rußentfernung sollte lediglich durch spezielle Staubsauger und Reinigungsmittel erfolgen.

 

Ätzende Stäube zerstören Elektronik

Ätzende Stäube bilden Säuren oder Basen und zerstören Elektronik und das menschliche Gewebe. Betonstaub und Bau-Staub können in Verbindung mit der Luftfeuchtigkeit einen alkalischen pH-Wert und deshalb eine ätzende Wirkung entwickeln. Radioaktive Stäube setzen sich hauptsächlich in den Schleimhäuten der Bronchien fest. Sie schädigen den Körper durch ihre ionisierende Strahlung. Die Strahlung der Teilchen durchquert die Zellen und greift deren Erbgut an. Bösartige Tumore können entstehen, weil sich Zellen durch die Strahlung viel schneller teilen. Radium und Thorium sind in Innenbaumaterialien und Tritium und Promethium in Leuchtfarben enthalten.

Fibrinogene Stäube: Die durch Quarz und Asbest verursachten Staublungenkrankheiten gehören zu den häufigsten anerkannten Berufskrankheiten in Deutschland. Über lange Zeit und nach häufiger Einwirkung führen diese Stäube zu einem Umbau des Lungengewebes und bilden Narben. 


Staubteilchen sind klein und kritisch

Staub ruft beim Menschen Erkrankungen der Atmungsorgane hervor. Der Schadstoffgehalt des Staubes und die Größe der Staubteilchen sind aus gesundheitlicher Sicht entscheidende Faktoren. Für die Gefährdungsbeurteilung der staubbedingten Gesundheitsgefahren ist die genaue Kenntnis der stofflichen Zusammensetzung und der Schadstoffverteilung innerhalb der einzelnen Staubfraktionen äußerst wichtig.

Partikel mit einem Durchmesser von mehr als 10 μm können gut an den Nasenhärchen und den Schleimhäuten des Nasen-Rachenraums hängen bleiben, kleine und kleinste Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 5 μm gelangen bis tief in die Lunge. Warum ist Bau-Staub so risikobehaftet? Für den menschlichen Organismus sind sie am gefährlichsten und verursachen gesundheitliche Schäden.

Eine kurzfristige Staubbelastung kann Symptome wie Husten, Auswurf, Atemnot, Bronchitis und Asthma hervorrufen. Eine langfristige Staubbelastung kann zu  einer dauerhaften Verengung der Bronchien und zu einer Lungenüberblähung führen. Es verschlechtert sich die Lungenfunktion und führt zur Lebensgefahr. Asbeststaub und Quarz erzeugen Krebs, bestimmte Holzstäube, wie Eiche und Buche können Nasenkrebs fördern.


Schutzmaßnahmen gegen Staub

 

  • Stäube möglichst vermeiden.
  • Staubarme Materialien verwenden. Nutzen Sie fertig angemischte Spachtelmassen / Mörtel anstelle anmischbarer Pulver oder Granulate.
  • Staubarme Verfahren anwenden. Nutzen Sie möglichst Feuchtbearbeitungsverfahren.
  • Stäube absaugen. Beim Bohren, Schleifen und Fräsen den Staub unmittelbar an der Entstehungsstelle absaugen.
  • Arbeitsräume lüften. Sorgen Sie für eine ausreichende Lüftung und verwenden Sie bei einer hohen Staubbelastung Lüftungsgeräte mit Abluftfilterung.
  • Staubsauger und Geräte prüfen und warten. Kontrollieren Sie Filter, Schläuche und Absaugleistung regelmäßig.
  • Staub mit Wasser niederschlagen. Wassernebel bindet Staub bei Bauarbeiten und Abbrucharbeiten.
  • Räume regelmäßig säubern. Nutzen Sie Staubsauger. Trocken kehren ist nicht empfehlenswert.
  • Staubaufwirbelung oder Staubausbreitung vermeiden. Stäube & Bau-Staub sofort beseitigen und nicht lange damit warten.
  • Schutzkleidung tragen. Tragen Sie bei staubintensiven Tätigkeiten eine Schutzkleidung.
  • Atemschutz verwenden. Verwenden Sie einen Atemschutz mit Partikelfilter P2


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