Welche Standards sollten beim Einrichten der IT-Umgebung berücksichtigt werden? Welche Standards sind für die Umgebung und die Ausrüstung der IT-Infrastruktur wichtig? Mit dem Erscheinen der Normenreihe EN 50600 wurde ein einheitlicher Standard zur Bewertung des Betriebs von Rechenzentren (RZ) eingeführt. Der Standard behandelt alle wichtigen Fragen im Zusammenhang mit dem Rechenzentrum und seiner Infrastruktur auf spezifische und praktische Weise. Er enthält Klassifizierungssysteme für Verfügbarkeit, Betriebssicherheit und Energieeffizienz.

Es gibt jetzt eine praktische Anleitung für das Design, die Konzeption, Installation und den Betrieb von Rechenzentren. Nach der DIN EN 50600 werden Rechenzentren in vielen Bereichen wie Finanzen und Gesundheitswesen, Energieversorgung oder öffentliche Verwaltung als wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur eingestuft. Es ist möglich, eine Zertifizierung auf der Grundlage dieser Norm durchzuführen, was eine Bestätigung der Konformität darstellt. Die Zertifizierung macht Rechenzentrumsdienste vergleichbar und garantiert technische Mindeststandards.

Die Normenreihe bietet umfassende Spezifikationen für die Planung, den Neubau und den Betrieb von Rechenzentren und definiert Anforderungen für Gebäudestrukturen, Stromversorgungen, Klimaanlagen, Verkabelung, Sicherheitssysteme und Facility Management. Die DIN EN 50600 bildet daher die Grundlage für die Standardisierung der gesamten europäischen IT-Infrastruktur und bietet grundlegende Orientierungspunkte für Rechenzentren.

 

Schwebeteilchen in Rechenzentren, Data Center und Serverräumen

Für Planung, Bau und Betrieb von Rechenzentren gibt es eine Vielzahl von Leitfäden. Die neue europäische Norm DIN EN 50600 sorgt für mehr Klarheit. Die Norm DIN EN 50600-2-3 (VDE 0801-600-2-3) oder ISO/IEC TS 22237-4:2018-05 zur Informationstechnik behandelt das Thema Informationstechnik "Einrichtungen und Infrastrukturen von Rechenzentren". Teil 2-3 beschreibt "Regelung der Umgebungsbedingungen" in Rechenzentren.

Die Umgebungsbedingungen für Rechenzentren und IT-Infrastrukturen nehmen die Teile 2-3 des Standards ein, die spezifische Informationen zu Schutz, Verfügbarkeit und Energieeffizienz enthalten. Die DIN EN 50600-2-3 enthält Informationen über die optimalen Temperaturbedingungen, den Umgang mit flüssigkeitsführenden Leitungen und die Behandlung von Luftfeuchte, Rauchgasen, Luftverschmutzung und Schwebteilchen. Dieser Abschnitt enthält auch geeignete Standortparameter. Auch hier spielt die physische Sicherheit eine wichtige Rolle, die mit den jeweiligen Umgebungsbedingungen zusammenhängt.
 

Die Struktur der DIN EN 50600

EN-50600-1: Allgemeine Aspekte für die Konstruktion und Spezifikation

EN-50600-2-1: Gebäudekonstruktion

EN-50600-2-2: Stromversorgung

EN-50600-2-3: Regelung der Umgebungsbedingungen

EN-50600-2-4: Infrastruktur der Telekommunikationsverkabelung

EN-50600-2-5: Sicherungssysteme

EN-50600-3-1: Informationen für das Management und den Betrieb

 

Technische Spezifikation ISO / IEC TS 22237

Ende 2018 hat die Internationale Organisation für Normung ISO den Inhalt von EN-50600 als technische Spezifikation ISO / IEC TS 22237-1: 2018 bis -7: 2018 übernommen. Technische Spezifikationen sind die Vorstufe internationaler Standards (IS). Sobald die Entwicklung als ausreichend fortgeschritten bewertet wurde, wird sie zum unternationalen Standard. Der Rechenzentrumsbranche steht damit eine Reihe weltweit anerkannter Planungs-, Ausführungs- und Betriebsregeln für Rechenzentren zur Verfügung.

 

Anforderungen der DIN EN 50600

Die Anforderungen der DIN EN 50600 haben ihren Fokus auf die physische Sicherheit in Rechenzentren. Dazu gehören die Regulierung und Überwachung von Temperatur, Taupunkt, Luftfeuchte, Flüssigkeitsströme, Luftqualität, Schwebeteilchen, Partikel, Bakterien, Gasförmige Verschmutzungen, Leckage, Belüftung, Entlüftung und Vibrationen. Betroffene Bereiche sind Informationssysteme (IT) und Telekommunikationssysteme (TK), Stromversorgung, Stromverteilungen, Notstromaggregate, USV, Batterien, Klimaspangen, Mechanische Systeme, Steuerungssysteme, Doppelböden, Hohlböden, Kabeltrassen und vieles mehr.

Die von uns eingeatmete Luft und die Umgebungsluft in Serverräumen, Data Center oder Rechenzentren beherbergt viele verschiedene Schwebeteilchen. Schwebeteilchen im Rechenzentrum sind kleinste Teilchen (Feinstaub, Staubpartikel), die sich in der Luft in einer Art Schwebezustand bewegen. Schwebeteilchen sind in der Regel nicht sichtbar und zwischen einigen Nanometern (Millionstel Millimeter) bis zu etwa 50 Mikrometern (Tausendstel Millimeter) klein. Sie sind so leicht und klein, dass Kräfte wie die Schwerkraft, Gravitation oder die Reibungskraft nur sehr schwach und eher elektrostatische Anziehungskräfte auf die Bewegung der Teilchen einwirkt.

 

Schwebeteilchen im Rechenzentrum DIN EN 50600

 

Schwebeteilchen in der Luft

Einige der winzigen Partikel sind erwiesenermaßen bereits in kleinen Mengen gesundheitsschädlich, für sie gibt es Grenzwerte. Schwebeteilchen, die kleiner als 1 Mikrometer sind, gelangen schnell tief in die Atemwege hinein und können dort Entzündungen auslösen. Bei Schwebeteilchen, die aufgrund ihrer Zusammensetzung schädlich für den Organismus sind, können gesundheitsgefährdenden Reaktionen und Symptome wie Husten, Atemnot, Lungenkrebs und weitere Atemwegserkrankungen auftreten.

Für die Gesundheit sind aber nicht alle Schwebeteilchen schädlich, am Meer werden unzählige kleine Salzkristalle in der Luft verteilt und feiner Wüstensand schwebt in der Luft über Ozeane hinweg. Pflanzensporen, die für den Fortbestand der Art sorgen, werden ebenfalls als Schwebeteilchen mit der Luft transportiert.

 

IT-Systeme leiden unter Verschmutzung, Staub und Baustaub

IT-Systeme leiden mit der Zeit unter jeglicher Art von Schwebeteilchen, denn sie setzen sich auf der Elektronik ab und behindern die zur Kühlung wichtigen Luftwege und Komponenten wie Kühlkörper, Lüfter und Netzteile. Staub hat im Serverraum nichts zu suchen. Wenn zentrale Systeme wie Server (Zentralrechner), Datenspeicher (Storages) oder Datenverteiler (Switches) im Rechnernetz (Netzwerk) oder anderen Informationstechnologieeinrichtungen wie Verteilerschränke ausfallen, liegt der Betrieb lahm.

Schwebeteilchen in der Luft können Feinstaub, Abgas- und Rußpartikel, Industriell hergestellte Nanopartikel, Rauch, Zigarettenrauch, Salzkristalle aus der Meeresgischt, Wüstensand, Vulkanische Asche, Pollen und Sporen, Bakterien und Viren sein.

 

Staub in Serverräumen lässt sich reduzieren

Saubere Umgebungsbedingungen im Serverschrank, Serverraum und Rechenzentrum ist eine Grundvoraussetzung für einen sicheren IT-Betrieb und die Lebensdauer technischer Geräte. Die Luft der Serverräume lässt sich mittels Luftreiniger mit effizienten Filtersystemen zuverlässig von gefährlichen Schwebeteilchen säubern. Je nach Raumgröße stehen verschiedenste Luftreiniger zur Auswahl, meist erledigen das die Klimaanlagen, deren Filter regelmäßig ausgetauscht werden müssen.

Um Kleinstpartikel zuverlässig aus der Raumluft zu säubern, haben sich Filtersysteme aus HEPA-Filter und Aktivkohlefilter bewährt. Während HEPA-Filter Partikel bis zu einer Größe von 0,1 Mikrometer zu 99,95% sicher aus der Luft entfernen, werden noch kleinere Teilchen, Gase, Viren und Geruchspartikel in Filtern aus Aktivkohle eingefangen. Sind die Filtermöglichkeiten der Klimaanlagen erschöpft, hilft lediglich eine Rechenzentrum Reinigung.

Die DIN EN ISO 14644-1 Klasse 8 ist der Standard für die Luftreinheit im Rechenzentrum (RZ). Die Anzahl der Partikel eines Kubikmeters Luft sollte nicht überschritten werden.

 

Professionelle Rechenzentrum Reinigung

Um Räume und Rechenzentren für sensible Geräte wie Server (Zentralrechner), Storages (Datenspeicher) und Switches (Datenverteiler) professionell zu reinigen, benötigen Sie Experten mit technischen Kenntnissen über elektronische Geräte. Daher führen wir eine solche Reinigung nur mit Netzwerkexperten durch. Unsere Reinigungsprozesse decken die gesamte Informationstechnik und Kommunikationstechnik ab, einschließlich der folgenden Bereiche: Rechenzentren, Data Center, Serverräume, Verteilerräume, Technikräume, Serverschränke, Hardware, Doppelböden, Kabeltrassen, Komponenten, Patchfelder, Netzwerkkabel, Betriebsmittel, technische Anlagen und Einrichtungen, TGA, Notstromaggregate, Dieselgeneratoren und vieles mehr. Veranlassen Sie die regelmäßige Reinigung der IT- und EDV-Räume um Ausfallzeiten zu vermeiden. Übermäßiger Staub in IT-Systemen führt zum Wärmestau. Verunreinigungen auf Leiterplatten verursachen Kriechströme und Kurzschlüsse. Staub gefährdet den Betrieb des Rechenzentrums oder des Serverraums. Die ordnungsgemäße Reinigung ist Teil der Wartung. Wir haben seit 20 Jahren Erfahrung in der Rechenzentrum Reinigung und sind gut, in dem was wir tun.

 

Schwebeteilchen im Rechenzentrum - DIN EN 50600, sprechen Sie uns an.