ISA-71.04-2013 5 Luftschadstoffe - Feststoffe


Staub ist eine Verunreinigung und verursacht umweltbedingte Geräteausfälle. Staub ist ein hohes Risiko für Datenkommunikation und IT-Ausrüstung. Es können mechanische, chemische, elektrische, thermische oder magnetische Fehler auftreten. Um die Zuverlässigkeit der Informationstechnik (IT) zu maximieren, sollten alle Anstrengungen unternommen werden, Staubpartikel (in der Luft) zu minimieren. Fast jede IT-Hardware wie Server, Storages und Switches ist für den Betrieb in einer kontrollierten Umgebung ausgelegt. Luftschadstoffe und Verunreinigungen können in der IT-Infrastruktur zu empfindlichen Unterbrechungen und Ausfällen und somit zu erheblichen Geschäftsausfällen und finanziellen Verlusten führen.


Partikeleigenschaften, die sich auf Geräte auswirken


  • Magnetisch - Magnetische Substanzen können sich magnetisch anreichern.
  • Wärmeleitfähigkeit - Die Wärmedämmeigenschaften einiger fester Partikel können Überhitzung von Kühlsystemen verursachen (die durch Oberflächenablagerungen dieser Substanzen isoliert werden).
  • Elektrische Leitfähigkeit - Elektrische Leiter wie Metalle, Ruß und Kohlenstäube können Kurzschlüsse verursachen. Isolierende Substanzen können statische Ladungen ansammeln, die sich plötzlich entladen und Elektronik zerstören. Beides kann zu elektrischen Ausfällen führen.
  • Adhäsion (Haftung) - Diese Eigenschaft bewirkt, dass sich Verunreinigungen wie Ruß oder Rauch, der klebrige Teere enthält, auf Oberflächen anhaften und anhäufen. Dies verstärkt unerwünschte Effekte wie Wärmedämmung und Spannungsentladung.
  • Chemie - Schwebeteilchen und Partikel in der Luft haben harte, kristalline Strukturen (Metallerze) oder weiche, poröse Strukturen (atmosphärischer Staub, Flugasche, Rauch). Poröse Partikel können gasförmige Verunreinigungen und Feuchtigkeit adsorbieren und aufgrund beschleunigter Korrosion zum Geräteausfall führen.
  • Abrasivität (Schmirgelwirkung) - Feste, körnige Verunreinigungen wie Baustaub, Bohstaub, Betonstaub sind die Ursache für mechanische Erosion und tragen zum beschleunigten Verschleiß von beweglichen Teilen (Lüfter) bei.



Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle: ASHRAE Richtlinien für Server und Datenverarbeitungsumgebungen

  • Tiefsttemperatur: 18 ° C
  • Höchsttemperatur: 27 ° C

Partikelkontaminationskontrolle: Quellen von Staub in Rechenzentren sollten so weit wie möglich reduziert sein, Datenzentren müssen sauber gehalten werden, Einhaltung der DIN EN ISO 14644-1, Klasse 8, die eingehende Luft in ein Rechenzentrum sollte mit MERV 11 oder MERV 13 gefiltert werden. Luft muss frei von leitfähigem Staub, Zink Whysker oder anderen leitfähigen Partikeln sein. Luft muss frei von korrosivem Staub sein, der in der Luft vorhandene Reststaub muss über mindestens 60 % relativer Feuchtigkeit verfügen.



Weitere Standards für die Luftqualität im Serverraum, DataCenter oder Rechenzentrum

  • ISA Standard S71.04-2013- "Umgebungsbedingungen für Prozessmess- und -regelsysteme, Luftkorrosionsklassen, Luftverunreinigungen."
  • IEC Standard, 60654-4 (1987-07) - "Einsatzbedingungen für Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen. Teil 4: Korrossive und erosive Einflüsse."
  • JEIDA Standard 29-1990- "Standard für Umgebungsbedingungen von Industrie Computer Systemen."



Auszug aus einem Server Benutzerhandbuch: Standardbetriebstemperatur


Technische Daten zur Standardbetriebstemperatur
Standardbetriebstemperatur  
Dauerbetrieb (für Höhen unter 950 m) 10 °C bis 35 °C ohne direkte Sonneneinstrahlung auf die Geräte.

 

Lassen Sie regelmäßig Ihren Serverraum reinigen.